Inputcollapse

Inputcollapse - Review (LEGACY, Ausgabe Mai '05) / german

Eine richtige, gepresste CD von den Berlinern NECROMORPH war seit 
wenigestens drei Jahren im Gespräch. Diese dann im Dezember letzten
Jahres in die Hand gedrückt zu bekommen, war aber auch das letzte, womit
ich rechnete.
NECROMORPH können sich mittlerweile zu dienstältesten Bands der Berliner
Szene zählen und weil Urgesteine auch mit Urgesteinen zusammenarbeiten,
hat das Mastering Pluto vom MegaWimp Studio übernommen. Wer sich auf der
CD mehr ausgetobt hat, ist im Nachhinein schwer festzustellen, denn die
ursprüngliche Fixierung von NECROMORPH auf schwarzen Thrash mit leichten
Deathmetal- Einflüssen hat sich fast gänzlich zu Crustcore mit
Thrash-Stich verfärbt, dessen Gitarrensound so was von schön morbide
ist, dass sich die Parallelen zu alten Schwedengeschichten, die MegaWimp
alias Poserslaughter in den frühen 90ern gemacht haben, stark aufdrängen.
Um bei Schweden zu bleiben: mir persönlich gefällt „Swedish Tradition“
auf diesem Minischeibchen am besten, ein eingängiger Nackenbrecher mit
sehr variablem Gesang von zehennageltiefem Growl bis
nackenhaarspitzenhohem Scream, gewollt holpriger Dissonanz und einer
Länge von anderthalb Minuten, den NECROMORPH auch schon auf ihrer Split
mit Anencephalus verwurstet haben. A propos Freunde Schwedens: die
Ähnlichkeit des NECROMORPH-Logos zu dem von Heaven Shall Burn ist schon
frappierend. Die Texte der Mini-CD hätten mich noch interessiert, finden
sich aber nicht abgedruckt, so dass ich über den Bezug zum Cover von
„Inputcollapse“, einer Collage, die zuerst Assoziationen zu „World
Demise“ von Obituary weckt, keine weiteren Mutmaßungen anstellen will.
Vom Label Hellville Records habe ich noch nie etwas gehört und bin
deshalb so vermessen, von einer Eigenproduktion zu sprechen, zumal die
CD keine Katalognummer hat, wie es sich für ein Label gehört. Was nichts
daran ändert, dass es von der 21 Minuten langen Scheibe nur 524 (!)
Stück gibt, zu beziehen für 6 Tacken unter www.necromorph.net

10/15 Punkte

(Paul Köhler)



 

Inputcollapse - Review (burn your ears Jan. 2006) / german

Der eine oder andere wird vielleicht schon etwas von ihnen gehört haben.
Als Supportact von FLESHLESS, REGURGITATE und AMON AMARTH waren NECROMORPH durchaus nicht bühnenfaul.
Die 4 Jungs haben es nun geschafft, einen Longplayer aus der Glut zu ziehen.
Nach zehnjährigem Bandbestehen, drei Demos und einer Split hat das Warten ein Ende.
Angefangen haben sie als Black Metal Band und nach einigen Weiterentwicklungen sind sie beim Grind gelandet.
Die Black Metal Wurzeln kann man durchaus das ein oder andere Mal noch heraushören,
wobei sie lobenswerter Weise zur Abwechslung und Auflockerung des ansonsten brutalen Sounds beitragen.
Dieser ist schön thrashig und nicht das Bassungetüm, das einem die Boxen zertrümmern will.
Die hervorragende Soundatmosphäre versetzt einen in alte Zeiten und vor allem in den Underground.
Wie es sich für dieses Genre gehört, wird natürlich mit kleinen Zwischenspielern aus Film und Fernsehen
gearbeitet und an Moshparts wird ebenfalls nicht gespart.
Die zum Teil bewusst plump gehaltenen Gitarrenparts und der rumpelige Rhythmus erfreuen des Metallers Ohren.
Leider ist die Platte mit knapp 22 Minuten nicht die längste und man würde gern noch ein wenig mehr hören.
Eine ganze Stunde würde jedoch schon wieder zu viel sein. Es ist eine schöne Scheibe für Zwischendurch
und Fans des Oldschool Grindgeballer werden hier sicher ihre Freude haben.
Support the Underground!

8/10 Punkte

(Andy)



 

Inputcollapse - Review (bloodzine Jan. 2006) / german

Vor zehn Jahren, als Necromorph aus Berlin bei ihrer Gründung 1995 noch eher dem Black und Death Metal zugetan waren, war die große Welle des brutal crustigen Death Metals und Grinds langsam abgeklungen, erfolgreiche Bands widmeten sich mehr der Melodie und an Bands wie die mir spontan ins Gedächnis hüpfenden finnischen Abhorrence würde sich bald niemand mehr erinnern.
Necromorph jedoch scheinen sich im Laufe der technischen Entwicklung und dem langsam wieder auflodernden Interesse an dieser Gangart jener tödlichen Wurzeln besonnen zu haben und so eröffnet man die CD Inputcollapse mit einem passend betitelten Cerebral Shock, der einem alte Werte der Gewalt unausweichlich über die Hörmuscheln in die Hirnrinde fräst.
Bei soviel unerwarteter Spielfreude muß man sich wahrlich festhalten, attestiere ich schneller Klangeskunst oftmals eine gewisse Eintönigkeit bis technische Selbstdarstellung zünden Necromorph ein musikalisches Feuerwerk, daß es wahrlich in sich hat.
Schwedischer Death Metal hier, Thrash Metal dort, Crust, Grind, die Einflüsse sind wirklich weit gefächert und das tut der Musik hier sehr gut. Ein zwar fetter, jedoch nicht zwingend als modern einzustufender, lebendiger Sound holt aus den Instrumenten immer den richtigen Sound im richtigen Moment.
Besonders hervorzuheben, daß hier die Gitarre an einer Stelle noch klar ein bratendes Riff auf den Hörer schiessen kann, sich dann darauf aber schon kameradschaftlich in den Reihen einer infernalischen Dampfwalze einornet, die in einem stets kontrollierten Chaos losgaloppiert.
Necromorph zeigen sich vielseitig genug, um selbst dem Nachwuchs aufzufallen, der durch den langweiligen Massebegriff Metalcore geprägt auch Gefallen an diesem Werk finden könnte, dem traditionelleren Freund von Grind und Death sei diese Scheiblette, die es für 6 EUR bei der Band zu beziehen gibt, jedoch besonders an Herz gelegt, denn er wird seine helle Freude haben.
Warum man die CD dann nur auf 524 Stück limitiert hat ist wirklich verwunderlich. Eine unkommerzielle Einstellung ist zwar in gewissem Rahmen lobenswert, doch mit diesem mächtigen Werk in der Tasche sollten Necromorph einiges mehr an Selbstbewusstsein an den Tag legen.

9/10 Punkte

(Zülle)



 

Inputcollapse - Review (bright eyes Dez. 2005) / german

Auch diese Truppe existiert schon satte 10 Jahre und hat in dieser Spanne eigenen Angaben zufolge die Entwicklung vom Black Metal bis zum (grindigen) Death Metal durchgemacht.
NECROMORPH holzen sich solide wie die Axt im Walde durch 9 altschulige Todesbleibirken und zersägen diese, bis meistens nur Späne übrig bleiben.
Ab und an lassen sie die Kreissäge nur mit gebremsten Blättern böse Wunden reißen, durch den mulmigen Sound
(die Nummern 7 bis 9 entstammen einer anderen Sessions und präsentieren einen etwas crustigeren Sound) bleibt aber leider einiges an Kraft in den Wäldern liegen.
Wer auf recht straighten Grind Death Metal steht, wie ihn früher Poserslaughter Records, die frühen Morbid Records und Seraphic Decay Records bzw. Truppen wie Acrostichon oder Abhorrence am Start hatten,
wird mit NECROPMORPH und derbem Gerödel wie ‚Swedish Tradition’ (trägt seinen Namen zurecht, ist allerdings herber als Entombed) ordentlich bedient.
Weitere Infos über die 22minütige Scheibe und das andere Material der Jungs erhaltet ihr bei www.necromorph.net bzw. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ..

8/13 Punkte

(Oliver Vollmer)


 

 

Inputcollapse - Review (evilized Feb. 2006) / german

... die Dekade ist voll - 
So heisst es auf der Homepage von Necromorph und tatsächlich gibt es die Band schon seit 1995.
Solch eine lange Bestehenszeit bringt natürlich im Normalfall einiges an Entwicklung mit sich und so wandelte sich die Truppe von ihren Black Metal-Wurzeln zu ihrer jetzigen Mischung aus Brutal Death mit einer gehörigen Portion Grind sowie einer Prise Trash und Crust.
Wie es bei diesen Elementen zu Erwarten ist, brettern die Herren im, meistens, halsbrecherischen Tempo durch die neun Songs der Scheibe und die Geschwindigkeit wird nur selten und dann auch nur für einen Moment etwas heruntergeschraubt.
Auch springt einem die Kürze der Songs ganz klar ins Auge. "Vivisektion" überschreitet als grosse Ausnahme die Grenze zu 4-Minuten und "Orphal Synthesis" kommt nahe an diese heran, der Rest bewegt sich jedoch durchgehend im Bereich unter drei Minuten.
Als am extremsten wäre hier "Neurological Deficit" zu erwähnen.
Der Song erscheint mit seinen 45 Sekunden beinahe wie eine Art "Extro" zum Opener "Cerebral Shock".
Eigentlich ein wenig schade, denn auch wenn der Sound natürlich hauptsächlich einheizen und antreiben will und Kürze somit nicht weiter als störend auffällt, so hätte der eine oder andere Track doch noch ein Paar Sekunden mehr vertragen können.
Eine wirklich genaue Bewertung der musikalischen Behandlung der Songs fällt mir hier ein wenig schwer, da ich mich in den Gefilden, in welchen die Band sich bewegt, nicht wirklich auskenne.
Doch ich denke, dass Fans der oben genannten Musikrichtungen Necromorph schon mal ein Ohr leihen sollten.
Auch kann ich mir die Band vor allem live als tüchtig anfeuernd vorstellen, denn die Rhythmen haben spürbar etwas Mitreissendes und Treibendes.
So knüppeln Necromorph sich energisch durch ihre sehr direkten Songs und verzichten mit Ausnahme zweier eingebundener TV-Mitschnitte auf grössere technische Spielereien.
Einzige Auflockerung des dichten Gestrickes bietet das Zusammenspiel von tiefem Gegrowle und höheren Keif-Tönen, welches die Vocals doch recht interessant gestaltet.
Wer also die harte und brutalere Gangart bevorzugt, sollte sich das Ganze mal zu Gemüte führen.
Diejenigen, welche jedoch Melodien oder Verspieltheit in ihrer Musik finden wollen, sollten sich eher davon fernhalten oder sich den Sound wenigstens vor einem Kauf zur Probe mal anhören.


(Tina Lander)



 

Inputcollapse - Review (earshot März 2006) / german

Seit 1995 werken die deutschen NECROMORPH an ihrer eigenen Form des Death-Grind, die mit thrashigen und crustigen Elementen versehen ist: Nach drei Demos und einer Split mit ANENCEPHALUS ist „Inputcollapse“ die erste offizielle CD, wenn auch doch nur magere 20 Minuten kurz.
Zu gefallen weiß auf „Inputcollapse“, dass die mitunter recht hektische Musik recht variabel ausfällt und ziemlich flott heruntergeschreddert wird. Mal ziemlich freakig, dann eher klassisch-schlicht, mit Hardcore-Schlagseite – aber die Mannen von NECROMORPH wissen durchaus mit ihren Instrumenten umzugehen, und das Produkt kommt so nicht nur aufnahmetechnisch sehr solide rüber.
Ob NECROMORPH damit aber aus der Masse herausstechen können ist eine andere Frage, denn wirkliche Knaller vermisse ich auf „Inputcollapse“ dann doch. Fazit: Wen’s interessiert, der schreibt einfach eine Mail an den Jockel: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

4,5 / 7 Punkte

(marian)



 

Inputcollapse - Review (metalnews Jan. 2006) / german

1995 als Black Metal-Band gegründet,
lässt sich der heutige Stil von Necromorph am ehesten als Kombination von Death-, Thrash-, Black-, Crust- und Grind-Elementen beschreiben.
Waren es vorher Demoaufnahmen und eine Split-7" mit Anencephalus,
folgt jetzt der erste Longplayer mit Namen "Inputcollapse".
Nach kurzer und besinnlicher Einleitung ist dann auch gleich Schluss mit lustig.
Die Richtung ist klar: schnell ins Ziel! Dabei achten Necromorph trotz der Eile auf Abwechslung.
Klingt das eine Riff ein bisschen wie nach alten Entombed (zum Beispiel bei "Abort Your Mind"),
so geht es gleich darauf grind- und crustcore-mäßig weiter.
Stellenweise klingen Necromorph sogar ein wenig wie Berzerker, was wohl zu einem Großteil an der Stimme von Sänger Fritz liegt.
Die Nummer "H.O.P.S." entpuppt sich sogar als richtiger Ohrwurm mit schön abgehackten Klampfen,
dazu ein Schlagzeug, welches nicht durch aufdringliches Hi-Hat-Geratter die Nerven strapaziert.
Mit der Zeit wird der Hörgenuss aber dann durch die permanenten Grunzattacken gehemmt,
auch wenn sie hier und da von Black Metal ähnlichen Einlagen unterbrochen werden.
Aber für Freunde von Cannibal Corpse u.ä. lohnt sich "Inputcollapse" sicher.

4,5 / 7 Punkte

(Mina)




 

Inputcollapse - Review (Voices From The Darkside 2006) / english

Germany's NECROMORPH started 1995 as a Black Metal band but changed their style over the years to oldschool Crust / Grind with a raw Black Metal and primitive Death Metal touch. After three demos and one split 7“ with ANENCEPHALUS this is their actual full-length demo CD. Most of the nine songs on “Inputcollapse“ are quite fast, short and simple with a rough undergound production. The vocals remind me of BELPHEGOR's first two releases: similar deep grunts mixed with hellish screams in a good balance. The layout of the CD is quite simple with an old NAPALM DEATH meets OBITUARY's “World Demise“ style cover. Nothing special but yet a solid demo CD. I could imagine that these guys are able to kick some ass on stage.You can order this CD under www.necromorph.net

Tim Klöcker



 
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