Violent Headache split album

Violent Headache SPLIT - Review (metal.de, April 2009) / german

Alt und nicht ganz so alt auf einer Split vereint:
Auf der 15. Veröffentlichung des Berliner Rekotz-Labels
teilen sich diesmal die Veteranen von VIOLENT HEADACHE
und NECROMORPH das Klangbett.

VIOLENT HEADACHE sind bereits seit 1988 unterwegs und können auf
unzählige Releases, v.a. im Kleinstformat, zurückblicken. Und
wahrscheinlich auch auf jede Menge Routine, denn sonderlich
beeindruckend klingt ihre Mischung aus Grind- und Crustcore nicht. Die
Spanier zocken ihr Old-School-Gebräu solide runter, und kopieren dabei
auch gerne mal ihre alten Rockhelden ("Burn"). Ansonsten werden gerne
Dinosaurier wie die frühen NAPALM DEATH zitiert. Ist alles nicht übel,
macht Laune und besorgt 15 mal kurzweilige Unterhaltung mit einem Schuß
Punkattitüde.

Bei den Berliner Lokalmatadoren NECROMORPH hört man deutliche
Death-Metal-Einflüsse heraus, aber auch hier sind Grind und Crust
angesagt, letzteres auch ein Stück energischer als bei den
Splitkameraden. In Sachen Geschwindigkeit werden die mittelschnellen
Bereiche frequentiert, Ausflüge in gemäßigtere Zonen gibt es auch, aber
sie übertreiben es nicht. Auf der Autobahn fährt man ja schließlich
auch keine 50.

Musikalisch gibt's einerseits immer schön geradlinig auf die Mütze,
allerdings scheuen sich die Berliner auch nicht davor, ihren
Gesamtsound zu erweitern. Ein gutes Beispiel dafür ist das sowohl in
Titel und Spielzeit "überlange" Stück "08/06/1945 - 8:16:02 AM - 34°23'
N.132°27' E. (They've Made The Rain Black)". Wer in Geschichte gut
aufgepasst hat, weiß, was sich an diesem Tag an jenen Koordinaten
ereignet hat. Bei manchen Bands klingt das wie ein Knall, NECROMORPH
haben ein ziemlich düsteres Death-Metal-Brett daraus gezimmert, feine
Sache. Die vorletzte Nummer kündigt per Sample "artfremdes Verhalten"
an, und so kommt es auch: Drum'n'Bass-Beats und Death-Metal-Riffs.
Klingt gar nicht mal schlecht, vielleicht kann man diese Sounds mal
weiter ausbauen (und die Fans damit ärgern, hehe).

Solide Sache, diese Split. Wer auf Old-School-Grind, Crustcore und Death Metal steht, sollte mal ein Ohr riskieren.

metal.de



 

Violent Headache SPLIT - Review (Delirium Tremens, April 2009) / swedish

Violent headache är från Spanien. Dom var med på Delirium Tremens samlingskassett Nr: 015 som kom ut 1990. Snart 20 år sen, så det är ett rutinerat gäng som ger ut ett av sina många alster på skiva, dom har även kommit ut med en hel del demos och varit med på en massa samlingar. På denna cd´n har dom med 15 grind låtar, där alla låtarna skriks ut på det egna spanska språket. Det var svårt att välja ut någon låt som var bättre än någon annan, eftersom alla var bra. Men dessa tre låtar väljer jag ut, eftersom jag gillar korta snabba låtar. Tres tristes tigres, Burmar flash och Romescore. Necromorph kommer från Tyskland, jag hade aldrig hört talas om dom innan, fast dom har ungefär femton år på nacken som band. Jag gillade detta tyska band -skarpt. Jag gillar när det är en sångare som sjunger rått som fan och den andra sjunger djupare och mörkare. Det är coolt!!! Bäst av dom sexton låtarna är återigen dom kortaste, Wallshitter, Victims of progression och Grin. Denna skiva är släppt på det asbra spanska bolaget F.D.A. Rekotz. Gå in på Violent headaches myspacesida och Necromorphs myspacesida.
4/5 Points

DELIRIUM TREMENS



 

Violent Headache SPLIT - Review (Campaign For Musical Destruction , März 09) / german

Aaaarrrggghhhhh,
VIOLENT HEADACHE!!! Meine Güte, von denen hatte ich ja schon seit einer
halben Ewigkeit nix neues mehr gehört. Umso mehr freute ich mich
natürlich, als mich der F.D.A.-Rico mit dieser Split hier (Release
Date: 23.03.2009) bemusterte. Besten Dank dafür! Das erste Mal Notiz
von den bereits 1988 aus den Überresten der Punkcombo MIERDA
gegründeten Krachveteranen aus Spanien nahm ich, als ich seinerzeit das
Bandpic auf einer alten ROT-Veröffentlichung etwas genauer betrachtete.
Der ROT-Basser trug auf erwähntem Bildchen ein VIOLENT HEADACHE-Shirt.
Grund genug, diese Band mal anzuchecken. Ganz schön naiv, oder? Na
egal, so hat es sich damals zugetragen. Das erste Material, was von den
Spaniern an mein Ohr drang, ging ziemlich Richtung Noisecore bzw.-
Noise/Grind. Verdammt krasses Zeug jedenfalls, was mir ziemlich gut
gefiel (kleiner Tipp am Rande: wer/welche die volle Ladung alten
VIOLENT HEADACHE-Stuff am Stück genießen möchte, sollte sich auf die
Suche nach dem „The Singles And More Shit“-Tape machen (darauf gibt’s
u.a. ihre Tracks von den Splits mit AGATHOCLES, INTESTINAL DISEASE,
PROYECTO TERROR, CARCASS GRINDER, Samplerbeiträge und, und, und zu
hören, lohnt sich!)). Richtig rein gehauen hat dann allerdings die
„Bombs Of Crust/False Terminal“-Cd mit DER (!!!) Bandhymne „War Fucking
War“ und 70 (!) weiteren Knallern. Definitiv ein Klassiker und einer
meiner Alltime-Faves! Anno 2009 gehen VIOLENT HEADACHE (im Vergleich zu
ihren alten „Schandtaten”) regelrecht gesittet zur Sache, lassen es
aber nach wie vor mächtig krachen. Spieltechnisch sind sie fitter denn
je und der Sound ihrer insgesamt 15 Splitbeiträge ist der vermutlich
fetteste der gesamten Bandgeschichte. Eine druckvollere Produktion ist
mir bislang jedenfalls noch auf keiner ihrer Veröffentlichungen
untergekommen. Jede Menge Power, aber trotzdem schön räudig. So gefällt
mir das! Es rult mit aller Vehemenz und der entsprechenden
Geschwindigkeit vorgetragener Old School Grindcore mit kraftvollem
Gebrüll und regelmäßig eingebauten Crustcore- und Derbpunk-Referenzen.
Mit „Hospital Song“ hat sich sogar ein PLAGUE-Cover eingeschlichen.
Kommt gut, das Ganze. Herumgebrüllt wird zum überwiegenden Teil in
Landessprache und bezüglich der Lyrics wird natürlich mal wieder kein
Blatt vor den Mund genommen. Ich bin schon sehr gespannt auf den
bevorstehenden VIOLENT HEADACHE-Gig beim „Packebusch Festival“. Also
mit den neuen Krachern und den alten Hits im Gepäck dürfte da
eigentlich nix schief gehen. Obwohl allein schon die 15 Tracks der
Spanier den Kauf dieser Scheibe rechtfertigen, sollten ihre
Splitpartner NECROMORPH aus Germoney auf keinen Fall außer Acht
gelassen werden! Aufmerksamen LeserInnen unserer Postille wird nicht
entgangen sein, dass sie im CFMD # 12 interviewtechnisch schon mal zu
Wort kamen. Seitdem ist bei ihnen ’ne ganze Menge passiert. Ich gebe
ehrlich zu, dass ich den alten Veröffentlichungen der Band nichts
abgewinnen kann. Erst ihre 2004er Veröffentlichung „Inputcollapse“
weckte mein Interesse, denn da war bereits abzusehen, wohin die Reise
für NECROMORPH im besten Fall gehen könnte. Tja, was soll ich sagen?
Dieses „best case scenario“ ist eingetreten und ganz generell ist ihre
(anti)musikalische Entwicklung erstaunlich. Respekt, die Herren! Hier
und heute machen sie mit 16 Stücken ihre Aufwartung. Langeweile kommt
bei dem Mix aus skandinavisch angehauchten Grindattacken, crustigen
Scharmützeln, todesmetallischen Einsprengseln und abwechslungsreichen
Lautäußerungen (hähä!) garantiert nicht auf. Immer wieder gibt’s was
Neues zu entdecken und die (guten) Ideen scheinen den Jungs einfach
nicht auszugehen. NECROMORPH knüppeln nicht ausschließlich drauflos,
sondern variieren gekonnt das Tempo. Eingebaute Samples bzw.
Soundscape-Zwischenspiele sorgen zusätzlich für Abwechslung. Beim
Rausschmeißer „Neurological Bastard“ wird sogar komplett frei gedreht
und der Breakbeat-Hammer ausgepackt. Aber dieser Track, der mich
irgendwie an diverse Veröffentlichungen aus dem Hause Digital Hardcore
Recordings erinnert, ist die Ausnahme. Also kriegt Euch wieder ein! Mit
„A Life’s A Life“ (im Original auf der 1994er DISRUPT-Wuchtbrumme
„Unrest“) und „Time To Act“ (im Original auf der 1998er
„Inhale/Exhale“-Göttergabe von NASUM) dürften auch
Coverversionen-FanatikerInnen bestens bedient sein. Ich fasse zusammen:
2 Bands. 31 Songs. 40 Minuten Krach. Nix zu beanstanden. Noch Fragen?
Ich denke nicht!
www.fda-rekotz.com

Gerste



 
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Dezember 23rd
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