Grinding Black Zero - Review (CFMD, Feb 2011) / german

Reviews - Grinding black zero

FDA Rekotz – dieser Name bürgt (nach wie vor!) für Krach vom allerfeinsten! Davon überzeugen kann man sich nicht nur in Form der von Erik gerade eben reviewten KEITZER-Wuchtbrumme „Descend Into Heresy“ (die genau wie das sich soeben auf dem CFMD-Prüfstand befindliche Schmankerl im Januar 2011 das Licht dieser verrotteten Welt erblickte), sondern auch anhand des neuen und „Grinding Black Zero“ getauften Geschosses aus dem Hause NECROMORPH! Wie ich bereits an anderer Stelle früher einmal anmerkte, konnte ich den alten Releases dieser Band aus Berlin nicht wirklich was abgewinnen. Dies änderte sich allerdings mit der 2004er Veröffentlichung „Inputcollapse“, welche ich echt ansprechend fand. Der (meiner Meinung nach) vorläufige Höhepunkt des bisherigen NECROMORPH-Schaffens waren dann allerdings die 16 Stücke auf der 2009er Split-CD mit den spanischen Knüppelveteranen VIOLENT HEADACHE. Hier blies die Kapelle mit einem abwechslungsreichen und produktionstechnisch fitten Mix aus skandinavisch angehauchten Grindattacken, crustigen Scharmützeln, todesmetallischen bzw. thrashigen Einsprengseln, wütenden Lautäußerungen und Samples bzw. Soundscape-Interludes (nennt man das so?, whatever…) nämlich superheftig zum Gefecht. Anstatt ausschließlich auf die Tube zu drücken, wurde das Tempo gekonnt variiert und außerdem gab’s immer wieder was Neues zu entdecken, da es an guten Ideen wahrlich nicht mangelte. Jo, mittlerweile schreiben wir das Jahr 2011 und NECROMORPH sind mit „Grinding Black Zero“ wieder am Start, dieses Mal sogar an der Full Length-Front! Anbrennen lassen sie nicht das Geringste, sondern ballern wieder alles über den Haufen, genau so wie ich mir das von ihnen erhofft hatte. Im Prinzip trifft auf die 14 „Grinding Black Zero“-Tracks so ziemlich dasselbe zu, was ich bzgl. der Songs von der Split mit VIOLENT HEADACHE anmerkte. Allerdings präsentieren sich NECROMORPH anno 2011 noch ein ganzes Stück kompakter und das Geknalle klingt heuer vollends wie aus einem Guss. Zudem verspricht die Labelinfo, in der Beschreibungen wie „fat“ (Produktion), „high class“ (Liga) und „scandinavian“ (Sound und unüberhörbare Einflüsse) aufgeführt werden, nicht zuviel. Mit „progressive“ sollte man allerdings vorsichtig sein, denn der Berliner Fünfer geht keinesfalls zu weit oder schreitet am Ende gar verkopft/verfrickelt bzw. kaum noch nachvollziehbar zur Tat. Nee Leute, das könnt ihr gleich vergessen! Dass allerdings nicht stumpf drauflos gedonnert wird und nach wie vor genügend Raum für Abwechslung und das Einflechten cooler Ideen/Intermezzos sowie intelligenter Songstrukturen bleibt, die es nun nicht gerade auf jeder x-beliebigen Platte in diesem Sektor zu hören gibt, ist allerdings auch klar (über die spieltechnischen Fähigkeiten der Jungs muss an dieser Stelle übrigens gar nicht erst diskutiert werden…). Und genau das ist es, was den NECROMORPH-Sound ausmacht und von der grauen Masse ähnlich gearteter Combos abhebt. Oder anders ausgedrückt: „Grinding Black Zero“ rules und garantiert ein lang anhaltendes (da fesselndes) Hörvergnügen! Eine Auseinandersetzung mit den Texten schadet zudem überhaupt nichts und auch das stylische (und irgendwie hintersinnige) Artwork weiß zu gefallen. Großes Tennis!
Gerste

www.campaign-for-musical-destruction.de 



 
RadioNecro
Tourdates



July 14th
D.I.Y. Werstatt am Wagenplatz Fockestraße · Leipzig

October 01st
Berlin Pedal Battle

October 14th
Festung Bitterfeld

October 28th
Café Marktzicht
Dedemsvaart, Overijssel, Netherlands






Grind Poll
What's your favorite Necromorph Song?