Violent Headache SPLIT - Review (Adnoctum.de, Oktober 2009) / german

Reviews - Violent Headache split album

Ich weiß nicht, wie es Rico von F.D.A. Rekotz immer anstellt, aber bei seinen Bands beweist er doch des Öfteren ein sehr gutes Geschick. Auf dieser Split haut man uns 31-mal puren und heftigen, rüpeligen GrindCrust um die Lauscher, der erst mal verdaut sein will. Anfangen tun die alten Spanier V.H., die nun auch schon seit Ewigkeiten den Grindplaneten umwandern und uns schon mit zig coolen Veröffentlichungen überraschten. Wie man es von Violent Headache gewohnt ist, gibt es Grind der alten Schule mit einer ordentlichen Schippe Crust im Gepäck und somit ganze 15-mal voll auf die Fresse. Aber es wird hier nicht nur stupide alles zerhackt, sondern man beweist, dass man auch an den Gitarren einiges anzubieten hat und natürlich macht Fres, seines Zeichens Brüllwürfel, seinem Namen alle Ehre, denn was dieser Typ an verrückten Grunz- und Kreischlauten herausposaunt, ist schon wahrlich verdammt skurril und schräg und ist eine Klasse für sich. Sein Gesangsstil erinnert mich an Tomas Lindberg von Skit System. Das Material selbst hat zwar einen recht grottigen Sound, was mich aber eher weniger stört. Ziemlich flott geht es hier zur Sache, und wenn ich nicht wüsste, dass hier die Spanier am Werkeln sind, könnte man eher auf Skandinavier tippen, sprich, schneller, kranker Gesang trifft auf Stinkefinger-Attitüde. So gefällt mir das! Ab dem 16. Titel gibt es dann die Berliner zu hören, die ich eher Death Metal lastiger in Erinnerung habe. Necromorph spielen mittlerweile krassen Death Grind mit gelegentlichen Crust-Attacken, was mir aber ebenfalls sehr gut gefällt. Die Gitarren sind wieder auf ihre ganz eigene Weise gestimmt, was mittlerweile ein Markenzeichen ist. Der Gesang ist recht variabel, so gibt es neben Grunz- und Röcheleinlagen die so typischen heftigen Crust-Kreischpassagen, die wirklich verdammt brutal und überzeugend klingen. Überwiegend ist das Material sehr schnell, man beweist aber, dass man auch im unteren Drehzahlenbereich einige interessante Sachen vorzuweisen hat. Wer seinen Horizont im Grind und Crust erweitern möchte, der soll diese Jungs unbedingt mal hören, denn die Berliner zeigen, dass sie nicht umsonst eine der bekanntesten Berliner Bands sind. (Wenn man mal von den Ärzten absieht, hahaha...) Selten hab ich so ein abwechslungsreiches Crust und Grind Brett gehört wie auf dieser Split. Cooles Teil. (rayk)

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June 16th,
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Bambi galore · Hamburg

October 01st
Berlin Pedal Battle

October 14th
Festung Bitterfeld

October 28th
Café Marktzicht
Dedemsvaart, Overijssel, Netherlands






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