Violent Headache SPLIT - Review (Campaign For Musical Destruction , März 09) / german

Reviews - Violent Headache split album

Aaaarrrggghhhhh,
VIOLENT HEADACHE!!! Meine Güte, von denen hatte ich ja schon seit einer
halben Ewigkeit nix neues mehr gehört. Umso mehr freute ich mich
natürlich, als mich der F.D.A.-Rico mit dieser Split hier (Release
Date: 23.03.2009) bemusterte. Besten Dank dafür! Das erste Mal Notiz
von den bereits 1988 aus den Überresten der Punkcombo MIERDA
gegründeten Krachveteranen aus Spanien nahm ich, als ich seinerzeit das
Bandpic auf einer alten ROT-Veröffentlichung etwas genauer betrachtete.
Der ROT-Basser trug auf erwähntem Bildchen ein VIOLENT HEADACHE-Shirt.
Grund genug, diese Band mal anzuchecken. Ganz schön naiv, oder? Na
egal, so hat es sich damals zugetragen. Das erste Material, was von den
Spaniern an mein Ohr drang, ging ziemlich Richtung Noisecore bzw.-
Noise/Grind. Verdammt krasses Zeug jedenfalls, was mir ziemlich gut
gefiel (kleiner Tipp am Rande: wer/welche die volle Ladung alten
VIOLENT HEADACHE-Stuff am Stück genießen möchte, sollte sich auf die
Suche nach dem „The Singles And More Shit“-Tape machen (darauf gibt’s
u.a. ihre Tracks von den Splits mit AGATHOCLES, INTESTINAL DISEASE,
PROYECTO TERROR, CARCASS GRINDER, Samplerbeiträge und, und, und zu
hören, lohnt sich!)). Richtig rein gehauen hat dann allerdings die
„Bombs Of Crust/False Terminal“-Cd mit DER (!!!) Bandhymne „War Fucking
War“ und 70 (!) weiteren Knallern. Definitiv ein Klassiker und einer
meiner Alltime-Faves! Anno 2009 gehen VIOLENT HEADACHE (im Vergleich zu
ihren alten „Schandtaten”) regelrecht gesittet zur Sache, lassen es
aber nach wie vor mächtig krachen. Spieltechnisch sind sie fitter denn
je und der Sound ihrer insgesamt 15 Splitbeiträge ist der vermutlich
fetteste der gesamten Bandgeschichte. Eine druckvollere Produktion ist
mir bislang jedenfalls noch auf keiner ihrer Veröffentlichungen
untergekommen. Jede Menge Power, aber trotzdem schön räudig. So gefällt
mir das! Es rult mit aller Vehemenz und der entsprechenden
Geschwindigkeit vorgetragener Old School Grindcore mit kraftvollem
Gebrüll und regelmäßig eingebauten Crustcore- und Derbpunk-Referenzen.
Mit „Hospital Song“ hat sich sogar ein PLAGUE-Cover eingeschlichen.
Kommt gut, das Ganze. Herumgebrüllt wird zum überwiegenden Teil in
Landessprache und bezüglich der Lyrics wird natürlich mal wieder kein
Blatt vor den Mund genommen. Ich bin schon sehr gespannt auf den
bevorstehenden VIOLENT HEADACHE-Gig beim „Packebusch Festival“. Also
mit den neuen Krachern und den alten Hits im Gepäck dürfte da
eigentlich nix schief gehen. Obwohl allein schon die 15 Tracks der
Spanier den Kauf dieser Scheibe rechtfertigen, sollten ihre
Splitpartner NECROMORPH aus Germoney auf keinen Fall außer Acht
gelassen werden! Aufmerksamen LeserInnen unserer Postille wird nicht
entgangen sein, dass sie im CFMD # 12 interviewtechnisch schon mal zu
Wort kamen. Seitdem ist bei ihnen ’ne ganze Menge passiert. Ich gebe
ehrlich zu, dass ich den alten Veröffentlichungen der Band nichts
abgewinnen kann. Erst ihre 2004er Veröffentlichung „Inputcollapse“
weckte mein Interesse, denn da war bereits abzusehen, wohin die Reise
für NECROMORPH im besten Fall gehen könnte. Tja, was soll ich sagen?
Dieses „best case scenario“ ist eingetreten und ganz generell ist ihre
(anti)musikalische Entwicklung erstaunlich. Respekt, die Herren! Hier
und heute machen sie mit 16 Stücken ihre Aufwartung. Langeweile kommt
bei dem Mix aus skandinavisch angehauchten Grindattacken, crustigen
Scharmützeln, todesmetallischen Einsprengseln und abwechslungsreichen
Lautäußerungen (hähä!) garantiert nicht auf. Immer wieder gibt’s was
Neues zu entdecken und die (guten) Ideen scheinen den Jungs einfach
nicht auszugehen. NECROMORPH knüppeln nicht ausschließlich drauflos,
sondern variieren gekonnt das Tempo. Eingebaute Samples bzw.
Soundscape-Zwischenspiele sorgen zusätzlich für Abwechslung. Beim
Rausschmeißer „Neurological Bastard“ wird sogar komplett frei gedreht
und der Breakbeat-Hammer ausgepackt. Aber dieser Track, der mich
irgendwie an diverse Veröffentlichungen aus dem Hause Digital Hardcore
Recordings erinnert, ist die Ausnahme. Also kriegt Euch wieder ein! Mit
„A Life’s A Life“ (im Original auf der 1994er DISRUPT-Wuchtbrumme
„Unrest“) und „Time To Act“ (im Original auf der 1998er
„Inhale/Exhale“-Göttergabe von NASUM) dürften auch
Coverversionen-FanatikerInnen bestens bedient sein. Ich fasse zusammen:
2 Bands. 31 Songs. 40 Minuten Krach. Nix zu beanstanden. Noch Fragen?
Ich denke nicht!
www.fda-rekotz.com

Gerste



 
RadioNecro
Tourdates



July 14th
D.I.Y. Werstatt am Wagenplatz Fockestraße · Leipzig

October 01st
Berlin Pedal Battle

October 14th
Festung Bitterfeld

October 28th
Café Marktzicht
Dedemsvaart, Overijssel, Netherlands






Grind Poll
What's your favorite Necromorph Song?