Inputcollapse - Review (evilized Feb. 2006) / german

Reviews - Inputcollapse

... die Dekade ist voll - 
So heisst es auf der Homepage von Necromorph und tatsächlich gibt es die Band schon seit 1995.
Solch eine lange Bestehenszeit bringt natürlich im Normalfall einiges an Entwicklung mit sich und so wandelte sich die Truppe von ihren Black Metal-Wurzeln zu ihrer jetzigen Mischung aus Brutal Death mit einer gehörigen Portion Grind sowie einer Prise Trash und Crust.
Wie es bei diesen Elementen zu Erwarten ist, brettern die Herren im, meistens, halsbrecherischen Tempo durch die neun Songs der Scheibe und die Geschwindigkeit wird nur selten und dann auch nur für einen Moment etwas heruntergeschraubt.
Auch springt einem die Kürze der Songs ganz klar ins Auge. "Vivisektion" überschreitet als grosse Ausnahme die Grenze zu 4-Minuten und "Orphal Synthesis" kommt nahe an diese heran, der Rest bewegt sich jedoch durchgehend im Bereich unter drei Minuten.
Als am extremsten wäre hier "Neurological Deficit" zu erwähnen.
Der Song erscheint mit seinen 45 Sekunden beinahe wie eine Art "Extro" zum Opener "Cerebral Shock".
Eigentlich ein wenig schade, denn auch wenn der Sound natürlich hauptsächlich einheizen und antreiben will und Kürze somit nicht weiter als störend auffällt, so hätte der eine oder andere Track doch noch ein Paar Sekunden mehr vertragen können.
Eine wirklich genaue Bewertung der musikalischen Behandlung der Songs fällt mir hier ein wenig schwer, da ich mich in den Gefilden, in welchen die Band sich bewegt, nicht wirklich auskenne.
Doch ich denke, dass Fans der oben genannten Musikrichtungen Necromorph schon mal ein Ohr leihen sollten.
Auch kann ich mir die Band vor allem live als tüchtig anfeuernd vorstellen, denn die Rhythmen haben spürbar etwas Mitreissendes und Treibendes.
So knüppeln Necromorph sich energisch durch ihre sehr direkten Songs und verzichten mit Ausnahme zweier eingebundener TV-Mitschnitte auf grössere technische Spielereien.
Einzige Auflockerung des dichten Gestrickes bietet das Zusammenspiel von tiefem Gegrowle und höheren Keif-Tönen, welches die Vocals doch recht interessant gestaltet.
Wer also die harte und brutalere Gangart bevorzugt, sollte sich das Ganze mal zu Gemüte führen.
Diejenigen, welche jedoch Melodien oder Verspieltheit in ihrer Musik finden wollen, sollten sich eher davon fernhalten oder sich den Sound wenigstens vor einem Kauf zur Probe mal anhören.


(Tina Lander)



 
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