Under the Flag – Review – Metal Guardian

Mit „Under The Flag“ legen die Berliner Grinder von Necromorph ihre insgesamt neunte Veröffentlichung vor. Aber in zwanzig Jahre Bandgeschichte, dann erst das zweite Album? Wenn man in diesem Fall von „lang erwartet“   redet, kann man davon ausgehen, dass das auch so gemeint ist!

Der Nachfolger des 2011 via FDA Rekotz erschienenen Longplayers „Grinding Black Zero“ kommt mit fünfzehn Tracks daher, die einem mit ihren Blast Beats eine gute halbe Stunde das Trommelfell zerknüppeln. Dass aber Grind nicht gleich Grind ist, zeigen die Hauptstädter auch auf „Under The Flag“ erneut sehr erfolgreich, und das unter ’neuer Flagge‘ namens Defying Danger Records.

So sind neben erkennbaren Melodien z.B. beim Instrumental „Cold Dead Hands“, welcher sogar mit Streichern daher kommt, auch zum Teil groovende Stücke wie „Excrements Of The Sun“ am Start. Hier hört man stark die Death Metal Einflüsse heraus. Ganz im Gegenteil zu Titeln wie „Massendelikt“, welche einem die volle Ladung Grind/Crust abliefern. Zwar wirken ab und an die Screams und Growls von Sänger Fritz etwas deplatziert, aber nie wirklich übermäßig störend.

Mit 3:33 Minuten ist „Zersetzungsmaßnahme“ ein vergleichsweise langes Monster auf der Platte, wenn an bedenkt, dass die restlichen Titel sich im groben nur knapp um die zwei Minutenmarke schlagen. Als Anspieltipp gehört er aber nicht nur deswegen genannt.

Fazit:

Necromorph bieten mit „Under The Flag“ ein abwechslungsreiches Album, welches sich nicht mit dem einfachen Begriff Grindcore umschreiben läßt. Langeweile kommt da so schnell nicht auf. Und wer die Band bereits Live erlebt hat, weiß auch, dass sie dies nicht nur im Studio umsetzen. Kaufen!

Metal Guardian (KingNothing1234)

 

 

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